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Eine amerikanische Trilogie. Die Rückkehr der Entscheidung

Frank-Christian Hansel
In den Wochen zwischen Ende April und Ende Juni 2026 habe ich für das amerikanische Magazin American Greatness drei Essays geschrieben. Als sie nacheinander erschienen, entpuppte sich, dass es gar keine drei getrennten Texte waren, sondern ein einziger Gedanke, der sich in drei Etappen entfaltet: vom Blick auf die amerikanische Außenpolitik über das, was sich im Innern der Staaten abspielt, bis zu der unbequemen Frage, was das alles für Europa bedeutet. Ich möchte diese kleine Trilogie hier auf Deutsch vorstellen und erzählen, worum es in jedem der drei Stücke geht und was sie miteinander verbindet. Der verbindende Gedanke lässt sich in einem Satz sagen: Die Politik kehrt zur Entscheidung zurück. Jahrzehntelang haben wir uns daran gewöhnt, dass sich Macht immer aus etwas anderem herleiten …

Klimaresilienz statt Klimarettung: Warum Frankreich die Klimaanlage enttabuisiert und wir folgen müssen

Frank-Christian Hansel
Eine Debatte über Klimaanlagen wirkt zunächst banal. Es geht scheinbar um Geräte, Stromverbrauch, Komfort, überhitzte Klassenzimmer, Pflegeheime, Krankenhäuser oder Dachgeschosswohnungen. Tatsächlich aber berührt sie einen viel tieferen politischen Konflikt: Soll Klimapolitik weiterhin vor allem als moralisches Weltrettungsprojekt betrieben werden — oder endlich als konkrete Schutz- und Infrastrukturpolitik für die Bürger?Genau dieser Bruch wird derzeit in Frankreich sichtbar. Der Rassemblement national um Marine Le Pen hat mit seinem „Plan Clim“ einen groß angelegten nationalen Klimatisierungs- und Anpassungsplan vorgeschlagen. Aber das eigentlich Interessante ist: Auch die französische Regierung bewegt sich in dieselbe Grundrichtung. Nicht mit derselben politischen Sprache, nicht mit dem…

Evers CDU-Facelifting – und für Berlin ändert sich nichts, es sei denn, die Wähler erzwingen es!

Frank-Christian Hansel
Kai Wegner ist zurückgetreten, Finanzsenator Stefan Evers soll übernehmen. Wer darin einen Neuanfang sieht, verwechselt den Fahrer- mit einem Kurswechsel. Denn das Problem der Berliner CDU war nie allein Wegner – es war und bleibt ihre Strategie.Evers ist nicht der Gegenentwurf zum bisherigen Senat, sondern dessen finanzpolitisches Herzstück. Er hat die schwarz-rote Politik der vergangenen Jahre nicht nur mitgetragen, sondern mitverantwortet. Ein Bürgermeister Evers wäre die personelle Fortsetzung genau jener Regierung, deren Arbeit nur eine Minderheit der Berliner überzeugt. Der Austausch an der Spitze löst kein einziges der Probleme, an denen Wegner scheiterte.Ein Wechselversprechen ohne DeckungIm Wahlkampf wird die CDU dennoch den großen Wechsel laut behaupten. Sie wird gegen Linke, geg…
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