Wählerbetrug und illegitime Machtergreifung . Wie das Thüringer BSW den Wählerwillen neutralisiert, die Demokratie verächtlich macht – und warum jetzt nur Neuwahlen helfen
Frank-Christian Hansel —
Am 4. September 2026 ist das Thüringer BSW als Partei quasi erloschen. Zehn Landtagsabgeordnete, darunter alle drei Minister und Vize-Ministerpräsidentin Katja Wolf, erklärten ihren Austritt. Der Landesvorstand tritt geschlossen zurück; sein Vorsitzender Gernot Süßmuth gibt zu Protokoll, die Partei sei nicht mehr zu retten. Zwei Tage zuvor hatten Stefan Wogawa, Dirk Hoffmeister und Roberto Kobelt Partei und Fraktion verlassen. Der Sonderparteitag ist abgesagt.Und was verkündet Fraktionschefin Sigrid Hupach in derselben Pressekonferenz? Man stehe weiterhin zur Koalition mit CDU und SPD. Ministerpräsident Mario Voigt feiert einen „Tag der Klarheit“. Innenminister Georg Maier freut sich, endlich ungestört weiterarbeiten zu können.Die Partei verschwindet. Die Macht bleibt. Das ist kein Betrieb…

