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EXPO 2035 in Berlin – ein Projekt der Selbstbehauptung und Modernisierung

Frank-Christian Hansel
Die Diskussion um eine mögliche Weltausstellung EXPO 2035 in Berlin ist mehr als eine Debatte über Prestige oder Eventpolitik. Sie berührt eine grundsätzliche Frage: Will Berlin wieder gestalten – oder sich weiter mit der Verwaltung des Mangels begnügen?Die AfD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus hat diese Frage frühzeitig aufgegriffen und mit ihrem Antrag„Berlin als Standort einer EXPO 2035 prüfen und vorbereiten“(Drucksache 19/2889) eine klare, konstruktive Position formuliert.👉 https://www.parlament-berlin.de/ados/19/IIIPlen//vorgang/d19-2889.pdfUnser Ansatz ist bewusst positiv, realistisch und strategisch. Eine EXPO ist kein Selbstzweck. Richtig verstanden ist sie ein Instrument, um überfällige Investitionen, strukturelle Reformen und internationale Sichtbarkeit zu bündeln – und dam…

Grönland, Trump und die Frage der westlichen Souveränität

Frank-Christian Hansel
Der jüngste Vorstoß Donald Trumps in der Grönland-Frage hat in Europa reflexhafte Empörung ausgelöst. Von „imperialen Fantasien“ war die Rede, von „Geschichtsrevisionismus“ und „Gefährdung der internationalen Ordnung“. Diese Reaktionen sind verständlich – analytisch aber unzureichend. Sie verfehlen den eigentlichen Kern der Angelegenheit und verdecken eine unbequeme Wahrheit: Trumps Grönland-Position ist weniger Ausdruck persönlicher Exzentrik als Symptom einer tieferliegenden Verschiebung im westlichen Machtgefüge.Wer sie verstehen will, muss sich von moralischer Erregung lösen und zur nüchternen Analyse zurückkehren.Der Westen als RisikogemeinschaftDer Westen war und ist keine Wertegemeinschaft im seminaristischen Sinn, sondern historisch eine Risikogemeinschaft freier Nationen. Seine in…

Alexander Gauland und die AfD: eine Erwiderung auf den SPIEGEL

Frank-Christian Hansel
Der SPIEGEL (3/2026) beschreibt Alexander Gauland als einen Mann, der „fremd in den eigenen Reihen“ geworden sei. Gemeint ist damit nicht nur eine persönliche Vereinsamung, sondern eine politische Entfremdung: der Ehrenvorsitzende der AfD, so die Erzählung, sei von seiner Partei überholt worden – zu moderat, zu zögerlich, zu sehr in alten Kategorien verhaftet.Diese Diagnose ist auf den ersten Blick plausibel. Sie ist allerdings grundfalsch. Was der SPIEGEL als Fremdheit deutet, ist in Wahrheit Distanzfähigkeit. Und was er als Überholtsein interpretiert, ist politische Reife in einer Übergangsphase, die nicht nach Lautstärke, sondern nach Urteilskraft verlangt.Der Kategorienfehler des SPIEGELDer SPIEGEL liest Politik psychologisch: Alter, Erschöpfung, Vereinsamung, mangelnde Anschlussfähigk…
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